Die 13 schönsten Berge in Deutschland

Deutschland ist ein wahres Paradies für Wanderer und Bergsteiger. Insbesondere die Alpen sind ein beliebter Ausflugsort für Leute aus der ganzen Welt, die auf der Suche nach erlebnisreichen Outdoor-Aktivitäten sind.

Doch neben diesem Hochgebirge im Süden von Bayern gibt es noch viele weitere Berge, die ebenfalls einen Blick wert sind. Es muss nicht immer ein über 2.000 Meter hoher Berg sein, um die Landschaft zu genießen. In anderen Regionen Deutschlands findest du ebenfalls einige Mittelgebirge, die dir ein strahlendes Lächeln ins Gesicht zaubern werden. Mir fallen hier spontan vor allem das Erzgebirge in Sachsen, der Harz in Niedersachsen und der Schwarzwald in Baden-Württemberg ein.

Bist du auch ein begeisterter Bergsteiger? Super, denn in diesem Blogpost stelle ich dir die schönsten Berge in Deutschland etwas genauer vor. Diese erfreuen sich einer unglaublichen Beliebtheit und erfreuen jede Menge Wanderer. Dabei ist es vollkommen egal, ob sie aus Deutschland oder aus dem Ausland kommen.

Die Zugspitze im Wettersteingebirge

Wettersteingebirge
Wettersteingebirge

Die Zugspitze verfügt über eine Gipfelhöhe von 2.962 Metern und ist damit der höchste Berg Deutschlands. Sie gehört zum Wettersteingebirge, einem Teil der östlichen Alpen. Übrigens verläuft über die Zugspitze auch die Grenze zwischen Deutschland und Österreich.

Neben dem Gipfel hat die Zugspitze noch viel mehr zu bieten. Ganze drei Gletscher befinden sich an den Flanken des Bergs. Zudem befindet sich am Fuß des höchsten Bergs Deutschlands eine der schönsten Bergschluchten Europas, das Höllentalklamm.

Von Garmisch-Partenkirchen aus kommst du dank einer hervorragenden Bahnverbindung in Windeseile auf die Zugspitze. Für dich bedeutet dies, dass du nicht den ganzen Berg besteigen musst, um seinen Gipfel zu erreichen. Und falls du dort oben Hunger bekommst, gibt es auf der Gipfelalm und im Restaurant „Panorama 2962″ auch noch etwas zu essen. Auf diese Weise kannst du dich dann für den Rückweg stärken.

Der Watzmann im Berchtesgadener Land

Der Watzmann
Der Watzmann

Wenn ich schon bei den Alpen bin, mache ich am besten auch genau dort weiter. Der Watzmann verfügt über eine Gipfelhöhe von stolzen 2.713 Metern. Damit ist dieser zwar etwas kleiner als die Zugspitze. Doch die Ostwand, welche über 1.800 Meter hinabfällt, ist die höchste aller Bergwände in den Ostalpen. Am Fuße des Watzmanns befindet sich übrigens der idyllische Königssee. 

Besonders beeindruckend ist das optische Erscheinungsbild des Watzmanns. Der markante Hauptgipfel, der Watzmann-Mann, ist bei vielen Wanderern ein beliebtes Fotomotiv. Dazu kommen noch die Nebengipfel, die Watzmann-Frau und die Watzmann-Kinder. Diese Namen stammen aus der Watzmann-Sage, laut der ein grausamer König von einer Bauernfamilie verflucht wurde und den König sowie seine Familie in Stein verwandelt hat. In der Tat wirkt der Berg mit seinen Haupt- und Nebengipfeln von Norden aus betrachtet so, als würde eine Familie gerade für ein Erinnerungsfoto posieren.

Das Nebelhorn in den Allgäuer Alpen

Nebelhorn
Nebelhorn

Der nächste Vertreter der Alpen ist das Nebelhorn. Dieser Berg ist stolze 2.224 Meter hoch. Vor allem wegen der atemberaubenden Aussicht, die du vom Gipfel auf die umliegenden Berge genießt, habe ich mich regelrecht in das Nebelhorn verliebt. Bei gutem Wetter kannst du von diesem Berg ganze 400 andere Gipfel ausmachen.

Wenn dir die Wanderung zum Gipfel zu aufwendig ist, dann kannst du dir einen Großteil des Wegs auch sparen. Denn mit der Nebelhornbahn erreichst du von Oberstdorf aus die Gipfelregion. In der Nähe der Bergstation befindet sich zudem der Nordwandersteig, welcher entlang von Stahlkonstruktionen über die Felswand führt. Für Leute mit Höhenangst empfehle ich diese Wanderung allerdings nicht, denn du blickst dabei ständig in einen tiefen Abgrund.

Der Wendelstein in den Bayerischen Voralpen

Wendelstein
Wendelstein

Der letzte Vertreter der Alpen, den ich in diesem Beitrag vorstelle, ist der Wendelstein. Mit einer Höhe von 1.838 Metern ist dieser zwischen dem Leitzachtal und dem Inntal gelegene Berg jedoch deutlich kleiner als viele andere Gipfel in den Alpen.

Wie auch das Nebelhorn ist der Wendelstein ein hervorragender Aussichtsberg. Zudem kannst du den Gipfel auch ohne größeren Aufwand erreichen. Dank der Wendelsteinbahn gelangst du an eine Bergstation, welche nur wenige Meter vom Gipfelkreuz entfernt liegt.

Obwohl der Gipfel des Wendelsteins im Vergleich zu anderen Bergen in den Alpen recht klein ist, erwartet dich dort eine besondere Sehenswürdigkeit. Nahe der Bergstation der Zahnradbahn befindet sich das Wendelstein-Kirchlein. Dabei handelt es sich um die höchstgelegene Kirche Deutschlands. Außerdem kannst du auch noch bei einer Führung die Wendelsteinhöhle erkunden.

Der Große Arber im Bayerischen Wald

Jetzt ist es höchste Zeit, dass ich dir auch mal ein paar Berge außerhalb der Alpen vorstelle. Aber lass mich noch kurz in Bayern bleiben. Denn auch der Bayerische Wald hat so einige interessante Berge zu bieten.

Der größte Berg in diesem Mittelgebirge ist der Große Arber, er ist insgesamt 1.456 Meter hoch. Vor allem bei Wanderern ist dieser Berg ein beliebtes Ausflugsziel. Aber auch für einen Familienurlaub eignen sich der Große Arber und die anderen Berge im Bayerischen Wald hervorragend. Wenn du dir den Weg zum Gipfel nicht zu Fuß zutraust, dann kannst du auch die Arber-Bergbahn nutzen.

Bei einer Wanderung zu diesem Berg kommst du in der Regel auch am idyllischen Großen Arbersee vorbei. Du findest diesen klaren Bergsee an der südöstlichen Flanke des Bergs.

Der Brocken im Harz

Jetzt verlassen wir endlich Bayern und ich widme mich mal den anderen beeindruckenden Bergen, die Deutschland zu bieten hat. Wenn ich mich entscheiden müsste, welcher Berg meiner Meinung nach zu den schönsten in Deutschland gehört, dann kommt mir sofort der Brocken in den Sinn. Einen Vergleich mit den Alpen muss sich der höchste Berg im Harz jedoch trotzdem gefallen lassen. Obwohl er nur 1.141 Meter hoch ist, herrschen am Gipfel ähnliche klimatische Bedingungen wie im alpinen Hochgebirge. Dies bedeutet, dass du im Winter mit meterhohem Schnee rechnen musst.

Übrigens ist der Brocken nicht nur der höchste Berg im Harz, sondern auch in ganz Norddeutschland. Fast das ganze Jahr über verhüllen Wolken den Gipfel. Solltest du jedoch das Glück haben, einen klaren Tag zu erwischen, dann siehst du vom Brocken aus sogar das Rothaargebirge, welches über 150 Meter entfernt ist.

Des Weiteren gibt es am Brocken auch eine optische Illusion, welche als das Brockengespenst bekannt ist. Dabei wirkt es so, als würdest du einen Schatten sehen, welcher von einem Lichtkranz umgeben ist. In Wirklichkeit handelt es sich um deinen eigenen Schatten, der allerdings wegen der unfesten Fläche der Wolken deutlich größer erscheint. Es geht jedoch keine Gefahr von diesem Naturphänomen aus. Den gleichen Effekt gibt es übrigens auch auf vielen anderen Bergen, aber am Brocken kommt er wegen des oft vorhandenen Nebels am häufigsten vor.

Der Fichtelberg im Erzgebirge

Der Fichtelberg, welcher sich im Erzgebirge befindet, ist mit seiner Höhe von 1.215 Metern der höchste Berg Sachsens. Du findest ihm im Oberwiesenthal in der Nähe der Grenze zu Tschechien.

Besonders für den Wintersport ist der Fichtelberg bestens geeignet. Unter anderen befinden sich auf dem Berg eine Rennrodelbahn sowie die Fichtelbergschanze. Selbst einige deutsche Teilnehmer bei den Olympischen Winterspielen haben schon im Oberwiesenthal trainiert.

Außerdem befindet sich am Fichtelberg die Fichtelberg-Schwebebahn, die älteste Luftseilbahn unseres Landes. Sie befindet sich seit 1924 in Betrieb.

Der Drachenfels im Siebengebirge

Dass ein Berg nicht besonders groß sein muss, um interessant zu sein, beweist der Drachenfels. Dieser Berg bei Königswinter ist nämlich gerade mal 321 Meter hoch.

Beliebt ist dieser Berg am Rhein vor allem durch die deutsche Kulturgeschichte geworden. Er diente vielen Künstlern während der Epoche der Rheinromantik als Inspirationsquelle. Damit wird die Zeit vom späten 18. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert bezeichnet.

Auf dem Gipfel des Drachenfelses befindet sich eine Burgruine. Dabei handelt es sich um die letzten Überreste der Burg Drachenfels, welche während des Dreißigjährigen Kriegs zerstört wurde. Des Weiteren befindet sich hier mit der Drachenfelsbahn die älteste Zahnradbahn Deutschlands. Diese verkehrt alle 30 Minuten und bringt dich direkt in die Gipfelregion.

Der Kahle Asten im Rothaargebirge

Im Gegensatz zu den bisherigen Bergen in diesem Beitrag verfügt der Kahle Asten nicht über den höchsten Gipfel seines Gebirges. Dafür ist er dir jedoch  wegen seiner permanent besetzten Wetterstation mit Sicherheit vor allem aus den Nachrichten und den Wettermeldungen bekannt.

Der dritthöchste Berg im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge ist ausschließlich von flacher Hochheide umgeben. Dies bedeutet, dass du bei klarem Wetter eine beeindruckende Weitsicht vom Gipfel des Kahlen Asten hast. Bei entsprechenden Bedingungen kannst du sogar den Harzer Brocken sehen, welcher ungefähr 160 Kilometer entfernt liegt.

Die Wasserkuppe in der Rhön

Mit einer Höhe von 950 Metern ist die Wasserkuppe nicht nur der höchste Berg der Rhön und Hessens. Bekannt ist dieser Gipfel vor allem als die "Wiege des Segelflugs". Auch heute noch befindet sich auf der Wasserkuppe ein großes Zentrum für den Segelflug. Daneben findest du dort auch noch die älteste Segelflugschule Deutschlands sowie das Deutsche Segelflugmuseum. Außerdem betreiben einige Segelflugvereine auf der Wasserkuppe gemeinsam einen Flugplatz. Jedes Jahr finden auf der Wasserkuppe, bedingt durch seine Geschichte als Geburtsort des Segelflugs, jedes Jahr verschiedene Segelflugveranstaltungen sowie Modellflugwettbewerbe statt.

Beeindruckend ist neben all diesen kulturellen Events auch die atemberaubende Aussicht, welche du bei guten Wetterbedingungen genießt. Du kannst dann bis zum Rothaargebirge und zum Taunus schauen.

Der Hochvogel in den Allgäuer Alpen

Gegen Ende des Artikels komme ich nun doch noch wieder zu den Alpen zurück. Denn hier gibt es so viele Berge, dass sich darunter auch einige befinden, die ich ohne schlechtes Gewissen zu den schönsten in Deutschland zähle.

Der Hochvogel mag zwar mit seinen 2.592 Metern nicht der höchste Berg der Allgäuer Alpen sein. Trotz dessen wirkt er äußerst dominant, das liegt daran, dass er nur von kleineren Gipfeln umgeben ist. Die meisten höheren Berge befinden sich eher zentral oder weiter im Westen dieser Gebirgsgruppe. Der Hochvogel hingegen befindet sich im östlichen Teil der Allgäuer Alpen. Dort sind die anderen Gipfel etwa 300 Meter kleiner.

Wie auch die meisten anderen Berge besteht der Hochvogel aus Dolomitgestein. Dadurch, dass diese Gesteinsart so brüchig ist, verfügen Berge wie der Hochvogel über einen markanten Gipfel.

Wenn du den dreizehnthöchsten Gipfel der Allgäuer Alpen besteigst, dann genießt du einen Blick auf die anderen Berge dieser Gebirgsgruppe. Daneben kannst du aber auch die Berge der Lechtaler Alpen sowie die Nördlichen Kalkalpen sehen. Bei guter Wetterlage reicht dein Blick sogar bis zum Schwarzwald.

Der Hochkalter im Berchtesgadener Land

Dieser Berg steht völlig zu Unrecht im Schatten des weiter oben erwähnten Watzmanns. Würde der Hochkalter in einem anderen Gebirgsteil stehen, dann wäre er mit Sicherheit viel bekannter. Zum Glück wissen vor allem Wanderer und Bergsteiger  den Hochkalter zu schätzen. 

Du findest den Hochkalter im Hochkaltermassiv, welches sich westlich vom Watzmannmassiv befindet. Beide Bergmassive gehören zum Nationalpark Berchtesgaden. Wie auch die meisten anderen Berge in den nördlichen Alpen besteht der Hochkalter hauptsächlich aus Dolomit- und Kalkgestein.

Eine Besonderheit dieses Bergs ist das Blaueis. Dabei handelt es sich nicht nur um den am weitesten im Norden gelegenen Gletscher im alpinen Raum, sondern auch um den einzigen Gletscher im gesamten Berchtesgadener Land.

Der Biberkopf in den Allgäuer Alpen

Der Biberkopf gehört zu den wohl beeindruckendsten Bergen, welche du den deutschen Alpen findest. Dies liegt vor allem an der Form  des Gipfels. 

Aufgrund seiner faszinierenden Formgebung gehört er zu den eindrucksvollsten Bergen der deutschen Alpen. Das liegt daran, dass er aus reinem Dolomitgestein besteht. Aus diesem Grund gibt es kaum Vegetation auf diesem Berg.

Einige Teile des Gipfels bestehen hingegen aus Mergelgestein. Im Gegensatz zu Dolomit ist dieses Sedimentgestein bestens für das Wachstum von Pflanzen geeignet. Dies bedeutet, dass du auf dem Biberkopf an einigen Stellen überhaupt keine Vegetation findest. Auf der anderen Seite überraschen dich andere Regionen des Bergs mit der reichhaltigen Flora, welche du ebenfalls oft genug entdecken wirst.

Fazit

Nun kennst du einige der schönsten Berge in Deutschland. Falls du Lust darauf hast, mal etwas wandern zu gehen oder den einen oder anderen Gipfel zu erklimmen, dann werden dich diese Berge mit Sicherheit begeistern.

Wie du in diesem Beitrag erfahren hast, musst du dich dabei nicht ausschließlich auf die Bayerischen Alpen konzentrieren. Auch die verschiedenen Mittelgebirge wie der Bayerische Wald oder das Erzgebirge haben so einiges zu bieten. Du wirst erstaunt sein, wie viele wundervolle Ecken du in diesen deutschen Gebirgen entdecken wirst!

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